Welche Formate gelesen werden
Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes deutsche Unternehmen E-Rechnungen im B2B empfangen können. Was dabei ankommt, ist strukturiertes XML — und genau das liest Ledgerdrop direkt aus. Deshalb stimmen die Zahlen exakt statt ungefähr.
- XRechnung — die Variante der öffentlichen Verwaltung, sowohl als UBL als auch als CII, eingebettet oder als reine XML-Datei.
- ZUGFeRD / Factur-X — PDF/A-3 mit angehängter
factur-x.xmlbeziehungsweisezugferd-invoice.xml. Auch ZUGFeRD 1.0 von 2014 — das steckt in vielen Archiven und wird von aktuellen Werkzeugen stillschweigend übersprungen. - Peppol BIS Billing 3.0 — UBL 2.1
InvoiceundCreditNote. - Facturae 3.2 — das spanische Format, auch signiert als
.xsig. - KSeF FA(2) — die polnische Pflichtrechnung mit nummerierten Feldern.
- FatturaPA — das italienische Format, auch als signierte
.p7m-Datei. - ebInterface 4.x – 6.x — das österreichische Format. Sein Wurzelelement heißt
ebenfalls
Invoice: wer das Format am Namen erkennt, hält es für UBL und bekommt eine Zeile ohne Nummer, ohne Rechnungssteller, ohne Betrag — ohne Fehlermeldung. Mehr dazu. - EN 16931 — das semantische Modell, dem all diese Formate folgen.
Bei einem reinen PDF ohne eingebettete Daten sagt Ledgerdrop das deutlich, statt Zahlen zu erfinden.
Was Sie bekommen
- Rechnungsnummer, Rechnungs- und Fälligkeitsdatum, Leitweg-ID beziehungsweise Referenz, Währung
- Lieferant und Kunde mit ihren Umsatzsteuer-Identifikationsnummern
- Netto, Umsatzsteuer und Brutto — samt Prüfung, ob die Summe aufgeht
- Positionsbezeichnungen, je Rechnung zusammengefasst
- Dublettenprüfung über die Rechnungsnummer, damit nichts doppelt gebucht wird
- Eine EN-16931-Prüfung für jede Rechnung mit strukturierten Daten
- Mit Ihrer USt-IdNr. wird jede Rechnung als Eingang oder Ausgang erkannt — daraus fällt eine Umsatzsteuer-Auswertung je Satz ab: Umsatzsteuer, Vorsteuer, Zahllast
- Eine .xlsx mit Journalblatt und Auswertung nach Monat und Lieferant, eine einfache CSV, oder einen DATEV-Buchungsstapel zum direkten Import
Ist diese Rechnung überhaupt konform?
Eine nicht konforme Eingangsrechnung ist auch Ihr Problem: erfüllt der Beleg die Anforderungen nicht, ist der Vorsteuerabzug gefährdet. Nur stehen die Anforderungen in einer XML-Datei, die niemand mit bloßem Auge prüfen kann.
Ledgerdrop prüft jede Rechnung gegen EN 16931 und nennt die Regelnummern — die können Sie dem Lieferanten direkt zitieren:
- Pflichtfelder — BR-01 bis BR-16: Spezifikationskennung, Nummer und Datum, Typ- und Währungscode, beide Parteien mit Anschrift und Land, Summen, mindestens eine Position.
- Rechnerische Konsistenz — BR-CO-10 und BR-CO-13 bis BR-CO-16: Positionssummen, Nachlässe und Zuschläge, Umsatzsteuer, Zahlbetrag abzüglich Anzahlungen.
- Je Steuersatz — BR-S-08 und BR-S-09: Bemessungsgrundlage je Satz und die daraus errechnete Steuer.
Ehrlich zur Reichweite: das ist eine Teilmenge von EN 16931 — bewusst die Regeln, die eindeutig sind. Regeln, die von Codelisten, Steuerkategorie-Semantik oder nationalen Erweiterungen abhängen, sind nicht umgesetzt: ein halb richtiges Konformitätsurteil ist schlechter als eine offen benannte Lücke. Rechnungen ohne strukturierte Daten zeigen „—" statt eines Freibriefs.
Sie stellen auch Rechnungen aus? Dieselbe Prüfung, jeweils für eine Datei, gibt es kostenlos unter /de/validate/ — es sind dieselben Regeln, nur von der anderen Seite gesehen.
Selbst eine XRechnung erstellen
Die andere Hälfte der Pflicht: seit dem 1.1.2025 muss jedes deutsche Unternehmen E-Rechnungen empfangen können, und wer an die öffentliche Hand fakturiert, muss sie auch stellen — als XRechnung, mit Leitweg-ID. Wird eine davon vergessen, weist die Empfangsplattform die Rechnung zurück, und zwar bevor ein Mensch sie zu sehen bekommt.
Ledgerdrop erzeugt die Datei im Browser. Was eine gültige XRechnung 3.0 verlangt und was wir daraus machen:
- Leitweg-ID (BT-10) — Sie tippen sie ins Feld „Kundenreferenz“. An ihrer Form erkennen wir, dass eine XRechnung gemeint ist; ein gewöhnliches Bestellzeichen bleibt eine gewöhnliche Rechnung.
- Ansprechpartner (BG-6: Name, Telefon, E-Mail) — in der XRechnung Pflicht, in EN 16931 nicht. Alle drei oder keins.
- Zahlungsangaben (BG-16) — IBAN, sonst greift BR-DE-1.
- Elektronische Adressen beider Seiten — sonst nimmt das Peppol-Netz die Datei nicht an.
Fehlt etwas davon, deklarieren wir die Datei nicht als XRechnung und schreiben unter die Prüfung, welche Gruppe noch fehlt. Eine Datei, die XRechnung behauptet und es nicht ist, wird zurückgewiesen — nur erfahren Sie das erst Tage später.
Nachgeprüft mit dem Schematron der KoSIT, also dem amtlichen Regelwerk selbst: die erzeugte Rechnung verstößt gegen keine der Regeln. Diese Prüfung läuft bei jeder Änderung an unserem Generator mit — nicht einmalig zum Start.
Rechnung erstellen — kostenlos, ohne Konto, die Datei verlässt Ihren Browser nicht.
Kontoauszug einfach dazulegen
Ledgerdrop liest CAMT.053 (ISO 20022) und MT940 aus demselben Feld und ordnet Zahlungen den Rechnungen zu: Rechnungsnummer im Verwendungszweck, Betrag, Name der Gegenseite und ein plausibles Zeitfenster. Jede Rechnung wird als bezahlt oder offen markiert.
- Für den Abgleich braucht man beide Seiten gleichzeitig — die haben Sie hier ohnehin offen.
- Reichen die Hinweise nicht, wird nichts zugeordnet. Eine falsche Zuordnung fällt später auf als eine fehlende, deshalb bleibt der Rest bei Ihnen.
- Der Auszug wird gegen seinen eigenen Anfangs- und Schlusssaldo geprüft. Fehlt etwas, merken Sie es sofort und nicht erst drei Abstimmungen später.
Den Datenschutz können Sie selbst nachprüfen
Auf Rechnungen stehen Umsatzsteuer-IdNr., Beträge und die Namen aller Geschäftspartner. Das gehört nicht auf den Server eines Fremden, nur um eine Tabelle daraus zu machen.
- Öffnen Sie den Netzwerk-Tab der Entwicklerwerkzeuge — es gibt keine Upload-Anfragen.
- Trennen Sie die Internetverbindung, sobald die Seite geladen ist. Alles funktioniert weiter.
- Kein Konto, kein Server, keine Datenbank. Der Lizenzschlüssel wird offline per Signatur geprüft.
- Die Content-Security-Policy der Seite erlaubt als externes Ziel ausschließlich
Cloudflares anonymen Seitenaufruf-Zähler (
cloudflareinsights.com); der Browser blockiert jede andere ausgehende Verbindung. Der Zähler erfasst keine Dateiinhalte und nichts, was Sie eingeben.
Rechnungsinhalte werden an keinen Dritten übermittelt. Die Zählung der Seitenaufrufe übernimmt Cloudflare als Auftragsverarbeiter; dabei geht es ausschließlich um Zugriffsdaten, nicht um Rechnungsinhalte.
Preise
Kostenlos
- 10 Rechnungen pro Stapel, 20 pro Tag
- Alle Formate, ohne Einschränkung
- Export mit einer Hinweiszeile
Pro
- Unbegrenzt viele Rechnungen
- Export ohne Hinweiszeile
- Dauerhaft nutzbar, eine Zahlung
Kanzlei
- 5 Lizenzschlüssel, einer pro Mitarbeiter
- Mandantenprofile: Konten und BU-Schlüssel bleiben getrennt
- Alles aus Pro
- Eine Zahlung, keine Verlängerung
Häufige Fragen
- Wie wandle ich eine XRechnung in Excel um?
- Die XML-Datei hier hineinziehen. Ledgerdrop erkennt automatisch, ob es sich um die UBL- oder die CII-Ausprägung handelt, und schreibt die Felder in die Tabelle. Anschließend auf „Als Excel exportieren" klicken.
- Und eine ZUGFeRD-Rechnung als PDF?
- Genauso — das PDF hineinziehen. Der XML-Anhang wird geöffnet und ausgelesen. Es findet keine Texterkennung statt, es wird also nichts falsch „erkannt".
- Kann ich einen ganzen Monat auf einmal verarbeiten?
- Ja. Ziehen Sie den ganzen Ordner oder ein ZIP-Archiv hinein. Kostenlos sind 10 Rechnungen pro Stapel und 20 pro Tag (um Mitternacht wird zurückgesetzt), mit Pro gibt es kein Limit.
- Werden Gutschriften unterstützt?
- Ja, einschließlich negativer Beträge. Sie werden im Journal als Gutschrift ausgewiesen.
- Was passiert mit einem eingescannten PDF?
- Es wird als „keine eingebetteten Rechnungsdaten" gemeldet. Ledgerdrop erfindet keine Werte, die es nicht lesen kann.
- Ich betreue mehrere Mandanten — muss ich die Konten jedes Mal neu eintragen?
- Nein. Oben lassen sich mehrere Mandanten anlegen; Konten und BU-Schlüssel werden je Mandant getrennt gespeichert. Beim Wechsel wird der Arbeitsbereich geleert, damit keine Belege zweier Mandanten im selben Stapel landen — dieser Fehler fällt sonst erst bei der Prüfung auf.
- Kann ich das in DATEV importieren?
- Ja. Der Export erzeugt einen Buchungsstapel im Format EXTF 700 — richtig kodiert (Windows-1252, nicht UTF-8), mit allen 125 Spalten und Belegdatum als DDMM. Konten und BU-Schlüssel werden nicht geraten: Sie tragen sie einmal ein, sie bleiben auf Ihrem Gerät. Eine Rechnung mit mehreren Steuersätzen wird namentlich abgelehnt, statt sie mit einem gemittelten Schlüssel zu verbuchen — das wäre schlicht falsch. Bitte trotzdem zuerst in einen Testmandanten importieren.
- Brauche ich dafür eine Installation?
- Nein. Es ist eine Webseite. Nach dem ersten Laden funktioniert sie auch offline.
Zu einzelnen Fragen ausführlich
- Wird die Rechnung aus meinem Land gelesen? — das Menü oben schaltet die Sprache der Seite um; das hier ist die andere Liste: Land für Land, auch was nicht gelesen wird.
- Alle Regeln, die hier geprüft werden — alle 62 Prüfungen mit je einem Satz, was sie bedeuten, und woher die Regel kommt
- XRechnung in Excel öffnen — warum Excel mit der XML-Datei nichts anfangen kann, und was hier stattdessen passiert
- ZUGFeRD-Rechnung öffnen — das XML steckt unsichtbar im PDF; warum Bildteil und XML auseinandergehen können (§ 14c), und warum MINIMUM und BASIC WL im Inland keine E-Rechnungen sind
- ebInterface in Excel umwandeln (Österreich) — das österreichische Format hat dasselbe Wurzelelement wie UBL; wer nur den Namen prüft, bekommt eine Zeile, in der alles leer ist
- QR-Rechnung prüfen und nach Excel (Schweiz) — die zwei Kombinationen aus QR-IBAN und QR-Referenz, die jede Bank zurückweist, und die Prüfziffer der 27-stelligen Referenz
- Kontoauszug CAMT.053 oder MT940 öffnen — eine Zeile je Umsatz, und der Endsaldo wird aus dem Anfangssaldo nachgerechnet.
- SEPA-Zahlungsdatei prüfen — die pain.001 aus der Buchhaltung vor dem Hochladen ansehen: IBAN-Prüfziffern, Kontrollsumme, und alles was aussieht wie dieselbe Rechnung zweimal bezahlt.
- Für Steuerberater: viele Mandanten — je Mandant ein eigener Stapel mit eigenen Konten, und die Belege verlassen den Rechner nicht.
- E-Rechnungen an DATEV übergeben — Buchungsstapel im EXTF-Format, und die Falle mit derselben Rechnung in zwei Dateien
- E-Rechnungen 8 Jahre archivieren — was das BMF-Schreiben vom 15.10.2025 verlangt und wie ein prüfbares Archivpaket aussieht